3. Oktober. Was sagt uns das? Ja, Tag der deutschen Einheit. Zur Feier des Tages lud nicht nur Angie zur Jubiläumsfeier am Brandenburger Tor in Berlin ein, nein sogar unser heißgeliebter Fußballclub Lokomotive spielte in Konkurrenz dazu gegen niemand geringeren als Budissa Bautzen. 2335 Zuschauer ließen sich das natürlich nicht entgehen, das frühherbstliche Wetter hielt sie glücklicherweise auch nicht davon ab.
Jedem war sicherlich noch im Hinterkopf, dass Bautzen es bisher immer schaffte in keinem Spiel gegen uns zu verlieren. Das bestätigte sich leider auch an diesem Tag.
Spielerisch plätscherte die erste Halbzeit so vor sich hin, in der 33. Minute war Rene Heusel nicht in der Lage einen vollkommen berechtigen Elfer im Tor unterzubringen. Nach dem Seitenwechsel unverändertes Bild, Bautzen mauerte und für Lok gab’s kein Durchkommen. Zu allem Übel verwandelte Budissa in der 63. Minute den zweiten Elfmeter des Spiels.
Anschließend packte der FC die Brechstange aus und erlöste uns in Person von Steven Aßmann mit dem 1:1 in der dritten Minute der Nachspielzeit.
Zuschauertechnisch füllte sich das BPS erst kurz vor Spielbeginn, die Fankurve mäßig voll. Der Support in Hälfte eins leider nur vom harten Kern getragen, die typischen Gesänge waren zu hören, leider hatte ich das Gefühl, dass der Wind uns immer wieder einen Strich durch die Rechnung machte. So waren teilweise Skinny und Konsorten auf der Gegengerade mit diversen „Schlachtrufen“ lauter zu vernehmen, als wir in der Kurve.
Wie so oft flachte der Support in Hälfte zwei weiter ab. Laszlo und ich entschieden uns dazu die Gesänge von der Gegengerade aus zu beobachten bzw. anzuhören. Leider war’s mit dem „Anhören“ nicht so wie wir es uns vorstellten. Lediglich wenn die stets pöbelnde Gerade einmal verstummte, war das Klatschen und der Gesang zu hören, schade. Da ist unsererseits Handlungsbedarf.
Zwar stellte sich das Publikum zunächst als gar nicht so „assi“ heraus. Jedoch belehrten sie uns bald eines besseren. Jede fehlerhafte Aktion eines unserer Spieler wurde unglaublicher Weise mit rausgeplärrten „Seydler raus“ Rufen kommentiert, welche sich zum Ende der Partie mehrten.
Die Supporterscrew, samt multitasking Skinny als Trommler und Capo peitschen die Mannschaft nach vorn. Teils mit uns bekanntem Liedgut, aber mehr schlecht als recht.
Alles in allem bedenklich und schade zugleich, dass eine Hand voll Leute an der Mittellinie mit meist total verunglückten Gesängen unser Team trotzdem besser erreichen und beeinflussen können als wir. So könnte man die so vom Verletztungspech verfolge Mannschaft sicherlich deutlich besser nach vorne peitschen. Wie dem auch sei, das 1:1 in der Nachspielzeit vertröste uns ein wenig.
In diesem Sinne, Alles für den Club!
westerwilli
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