RasenBallsport gegen den Club. Böse gegen Gut. Retorte gegen Tradition. Gewinnorientiert gegen sportlich interessiert. Ein Spiel das schon im Vorfeld so viel an Hass mit sich brachte. Ein Hass wie er sich wohl nie gegen eine BSG oder den FCS entwickeln könnte, da die zumindest (mehr oder weniger) für ihre Prinzipien einstehen und selbst eine TSG Hoffenheim verfügt nicht über ein solches Hasspotential, da man dem dort ansässigen Mäzen ja ein gewisses regionales Engagement nicht einmal absprechen kann. Hier allerdings spielt ein Konzern Gott, der NUR Gewinnmaximierung als Ziel hat. Ein perverses Machtspiel um Marketing, Markterweiterung und ne Menge Geld, wobei der Sport der große Verlierer ist.
Der Versuch einer künstlichen Erzeugung eine Derbystimmung durch die Medien ging dann umso mehr auf den Sack. Allein die Bezeichnung als Derby ist schon eine Frechheit! Es gibt nur ein Derby und das ist garantiert nicht gegen solche Nussis!
Im Vorfeld wurde auf unserer Seite natürlich alles an Spruchbändern und größeren Schwenkern verboten. Meinungsfreiheit alléz!
Vorm Stadion dann irgendwelche Fickfressen, die ihr widerliches Gesöff an den Mann brachten, was Friedrich und Co. natürlich wieder dankbar annahmen…
Im Stadion dann rund 1500 Mann auf der Feindesseite, wovon sich gut 30-40 Leute den LE Bulls zugehörig fühlten und „tief in ihrem Herzen für die Rasenballer“ (ich kann wieder einmal nur mit dem Kopf schütteln Guido S.!) hielten.
Noch kurz auf die VIP Tribüne gelunzt ob denn der österreichische Führer Gerhard Geldsack doch noch eintrifft. Allerdings haben ihm seine Image Consultants wohl dann doch aus Furcht vor den geisteskranken Massenmördern davon abgeraten…wohl besser so!
Schon von Beginn an eine Menge Hass im Spiel, dann das übliche Programm abgezogen. Doch so wirklich war man nicht bei der Sache, macht einen das Bild gegenüber einfach nur traurig und so kochten (zumindest bei mir) fast nur bei Hassgesängen und Pöbeleien die Emotionen richtig über, so wie es auch sein sollte.
Trotz gutem Spiels unserer Mannen, vor allem in den ersten 20 Minuten stand es zur Halbzeit bereits 2:0. Einen Vorwurf kann man ihnen natürlich nicht machen, gegen so eine Söldnertruppe ist nun mal leider kein Unkraut gewachsen.
Aber wenn unsere Equipe die restlichen Spiele eine ähnliche Leistung zeigt können wir optimistisch in die Zukunft blicken.
Zu diesem ganzen Müllkick mitsamt seiner ganzen künstlichen Atmosphäre durfte dann natürlich nicht das obligatorische „Seven Nation Army“ in der Halbzeit über Lautsprecher erklingen. Fehlt nur noch das Popcorn!
In Halbzeit zwei dann BSL noch mit einer Menge der „neutraleren“ Spruchbänder, die den Weg ins Stadion fanden (die jetzt alle aufzulisten wäre mir allerdings zu mühselig). Einige Papierfetzen flogen dann beim Eckball in Richtung von Patrick Bick, der daraufhin (mit Tränen?) im Gesicht zum Schiedsrichter rannte. Vermutlich hatte er Angst, dass das Spielgeschehen wie bei HSV-SVW durch die Papierkugel beeinträchtigt wird und Lok ins Uefa-Cup Finale einzieht. So durfte er sich bei der nächsten Ecke über dementsprechend mehr Präsente erfreuen. Danke an René H. der mal Klartext mit dieser Nassbirne sprach.
Zwischendurch noch eine mittelgroße Blockfahne mit Lok-Logo untermalt mit einer Leuchtspur und ´nem Böller. Die guten Konsumenten in Sektor B dann noch mit „Hier könnte ihre Werbung stehen“ – klassisches Eigentor sag ich mal! Schon traurig, dass diese Gestalten überhaupt nicht begreifen dass sie von diesen Bonzen, denen der Fußball am Arsch vorbeigeht, nur benutzt und verarscht werden. Mal schauen wann RB, wie z.B. in den USA üblich, zur Erschließung neuer strategisch wichtiger Gebiete in eine andere Stadt verkauft wird.
Der Support zog sich weiter so hin, war ganz in Ordnung aber in der zweiten Hälfte nicht ganz so durchschlagend wie in den vorangegangenen 45 Minuten.
Die Rollergang um die LE Bulls dann im ganzen Spiel eigentlich nur 1x kurz nach dem 3:0 mit „Fussball-Leipzig-RBL“ zu vernehmen. Kurz vor Ende dann noch eine oberpeinliche Polonaise im Block der Maulaffen. Ähh ja, genauso hab ich mir eure Truppe eigentlich vorgestellt…
Das Spiel ging dann auch mit 3:0 zu Ende, was den D-Block aber nicht davon abhielt sein Team mit frenetischem Dauergesang zu bejubeln.
Der Rückweg vom Stadion war natürlich wieder eine absolute Dreistigkeit von Team Green. So wurden alle Blau-Gelben durch eine Hecke und über einen ca. 4m tiefen Abhang, sowie einen Hinterhof gepfercht! Gerade für Kinder und die Ü60 Hools war das äußerst gefährlich. Eigentlich wollte der 10.000 Mann Lok-Mob noch ein paar Familienväter, Frauen und Kinder zusammenschlagen und bei lebendigem Leibe verspeisen, was die Polizei durch die weitläufige Absperrung aber zum Glück zu verhindern wusste.
Widerstand bis zuletzt, Null Toleranz gegenüber Red Bull!
Ultras will never surrender! Lsz.
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